Baden-Württembergische Kurzbahnmeisterschaften 16.- 18.10.2026 in Aalen
SG Regio Freiburg holt alle sechs Staffeltitel
Bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften im Schwimmen zeigten sich die Staffeln unbesiegbar. Aber nicht nur die: In den Einzelwettkämpfen holte die SG Regio acht Goldmedaillen in der offenen Wertung und 17mal Gold in der Jahrgangswertung.
Die Staffeln der SG Regio Freiburg waren bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften unschlagbar. Im Hirschbad-Hallenbad in Aalen holten die Schwimmer und Schwimmerinnen am vergangenen Wochenende im Team sechsmal Gold in der offenen Klasse und konnten somit alle geschwommenen Staffeln für sich entscheiden. „Das ist so stark. Und einmalig, zumindest seit ich als Trainer in Freiburg arbeite“, sagt Gerhard Hasler, Cheftrainer beim SSV Freiburg.
Für die Frauen-Staffeln starteten Sophia Klawitter (Jg. 2009), Eva-Laetitia Schmieg (Jg. 2008), Lotta Pankrath (Jg. 2008) und Alessa Mnich (Jg.2005). Sowohl über die 4×50 Meter Freistil (1:48,16) als auch über die 4×50 Meter Lagen (2:00,61 Minuten) war diese Besetzung Gold wert. Bei den Männern schwammen die 4×50 Meter Freistil Oliver Frisch (Jg. 1996), Thomas Holzkamm (Jg. 1996), Simon Hasler (Jg. 2004) und Mihajlo Atanaskovic (Jg. 2007). Die Sieger-Zeit: 1:35,06. In fast gleicher Besetzung holte die 4×50 Lagen-Staffel Gold in 1:45,99 Minuten. Anstelle von Oliver Frisch schwamm hier Daniel Streicher (Jg. 2006) die Rückenteilstrecke – er ist erst im September aus Göttingen zum Studium nach Freiburg gekommen. Die Mixed-Staffel über 4×50 Meter Lagen besetzten Eva-Laetitia Schmieg, Mihajlo Atanaskovic, Thomas Holzkamm und Alessa Mnich. 1:51,50 Minuten brauchten sie für die Goldmedaille. Das sechste Staffel-Gold holten Oliver Frisch, Mihajlo Atanaskovic, Sophia Klawitter und Alessa Mnich mit der Mixed-Staffel über 4×50 Meter Freistil (1:40,96 Minuten) ganz am Ende des Finalabschnitts am Sonntag.
Atanaskovic, Hasler, Holzkamm, Klawitter, Mnich und Schmieg holen 17 Medaillen in der offenen Wertung
Golden waren aber nicht nur die Staffeln. In den offenen Einzelwettbewerben gab es für die Athleten der SG Regio achtmal Gold, fünfmal Silber- und viermal Bronze. Herausragende Schwimmerin war Eva-Laetitia Schmieg, die direkt dreimal oben auf dem Siegerpodest stand. Sie gewann die 50 und 100 Meter Rücken in 0:30,23 Minuten bzw. 1:04,19 Minuten und die 100 Meter Lagen in 1:06,20 Minuten. Außerdem holte sie Bronze über die 200 Meter Lagen in 2:25,12 Minuten.
Zweifache baden-württembergische Meisterin wurde Alessa Mnich. Über die 200 Meter Freistil schlug sie als Erste an in 2:07,24 Minuten und über die 200 Meter Lagen in 2:23,44 Minuten ebenfalls. Dazu schwamm sie zweimal zu Bronze über die 100 Meter Schmetterling in 1:04,05 Minuten und die 50 Meter Freistil in 0:27,53 Minuten.
Gold über die 50 Meter Schmetterling holten sich Sophia Klatwitter (0:28,55) und Thomas Holzkamm (0:24,81 Minuten). Mihajlo Atanaskovic schwamm die schnellste Zeit über die 100 Meter Lagen: 0:57,72 Minuten.
Drei der fünf Silbermedaillen holte Sophia Klawitter über die Freistil-Strecken: 200 Meter (2:08,34 Minuten), 50 Meter (0:26,76 Minuten) und 100 Meter (59,30 Minuten). Zweiter wurde auch Thomas Holzkamm über 100 Meter Schmetterling (0:55,38 Minuten). Simon Hasler holte über die 200 Meter Lagen (2:07,14 Minuten) Silber. Über die kürzere 100-Meter-Lagen-Strecke wurde er in 0:58,15 Minuten Dritter.
In der Jahrgangswertung gab es 17xGold, 10xSilber und 13xBronze
Herausragende Schwimmerinnen in der Jahrgangswertung waren Sophia Klawitter (Jg. 2009) und Eva-Laetitia Schmieg (Jg. 2008). „Auf diese beiden Schwimmerinnen ist einfach immer Verlass,“ sagt der Cheftrainer. Klawitter holte sechsmal Gold: über die 50 und 100 Meter Schmetterling (0:28,55 Minuten bzw. 1:05,80 Minuten) und über vier Freistil-Distanzen (800 Meter in 9:51,08, 200 in 2:08,34 Minuten, 100 in 0:59,60 Minuten und 50 in 0:26,76 Minuten). Schmieg holte sich fünf baden-württembergische Jahrgangstitel: 100 und 200 Meter Lagen (1:08,31 Minuten bzw. 2:25,12 Minuten), 50 und 100 Meter Rücken (0:30,23 Minuten,1:04,90 Minuten und 2:25,44 Minuten) sowie über die 100 Meter Freistil (1:00,50 Minuten). Außerdem wurde sie Vizemeisterin über die 200 Meter Freistil (2:09,25 Minuten) und die 200 Meter Rücken (2:25,44 Minuten).
Herauszuheben auch die Leistung von Clara Pehl. Sie siegte im Jahrgang 2013 über die 50 und 100 Meter Freistil (0:27,60 Minuten bzw. 1:01,42 Minuten) und die 100 Meter Schmetterling (1:12,69 Minuten). Außerdem holte sie Silber über die 50 Meter Brust (0:35,29 Minuten) und Bronze über die 100 Meter Lagen (1:12,21 Minuten). „Gerade die kurzen Kraulstrecken liegen Clara sehr“, so O-Ton des Trainers. „Hier zaubert sie in ihrem jungen Altern schon sehr starke Zeiten ins Wasser, mit denen sie auch bei den älteren Jahrgängen sehr gut aussehen würde.“
Zu Gold im Jahrgang schwammen außerdem Edward Kling (Jg. 2016) über 50 Meter Freistil in 0:32,39 Minuten, Caspar Nehrwein (Jg. 2013) über 50 Meter Brust in 0:34,39 Minuten und Lotta Pankrath (Jg. 2008) über 50 Meter Freistil in 0:27,63 Minuten.
Silber gab es für Edward Kling (Jg. 2016; 200 Meter Lagen in 3:09,05 Minuten), Caspar Nehrwein (50 Meter Freistil in 0:26,80 Minuten), seinen Bruder Ruben Nehrwein (Jg. 2011; 100 Meter Brust in 1:10,05 Minuten), Lotta Pankrath (100 Meter Freistil in 1:01,58 Minuten), Ivan Efimenko (Jg. 2016; 50 Meter Freistil in 0:32,43 Minuten), Felix Gulde (Jg. 2014; 100 Meter Freistil in 1:01,87 Minuten) und Roman Statkevych (Jg. 2012; 50 Meter Brust in 0:33,33 Minuten).
Die Bronzemedaillen holten sich Emily Beitinger (Jg. 2016) über 100 und 200 Meter Brust (1:36,78 Minuten bzw. 3:29,72 Minuten), Florian Leberer (Jg. 2010) über die 1500 und die 400 Meter Freistil (17:15,76 bzw. 4:17,89 Minuten), Felix Gulde über die Freistil-Strecken 1500, 400 und 200 Meter (19:24,37, 4:57,88 und 2:26,05 Minuten) sowie die 100 Meter Lagen (1:14,68 Minuten). Ebenfalls dritter seines Jahrgangs über diese Strecke wurde Caspar Nehrwein (1:08,94 Minuten). Ivan Efimenko holte sich über die 50 Meter Rücken (0:44,17 Minuten) Bronze, Edward Kling über die 50 Meter Schmetterling (0:37,64 Minuten) und Manja Evers (Jg. 2012) über die 200 Meter Rücken (2:30,05 Minuten).
Fazit der Baden-Württembergischen Meisterschaften: Ein toller Wettkampf mit hervorragenden Ergebnissen für die SG Regio in einem neuen, wunderbaren Hallenbad. Hiermit zeigt die Stadt Aalen, dass man auch heute noch gute, wettkampftaugliche Bäder bauen kann – ganz gegen den Trend der Bäderschließungen.
Sonja Lamers










