Gold und Silber für Brita Weinberger bei den Deutschen Meisterschaften im Freiwasser
Vom 22.8. bis zum 24.8.2025 fanden in Rostock die 31. Internationalen Deutschen Meisterschaften der Masters im Freiwasser statt. Schauplatz war der IGA-Park im Rostocker Stadthafen. Es war ein Wettkampf der Extreme: Einerseits Kälte, Schauer, Wind, Strömung und kurzzeitig Sturm, der zwischendurch zum Abbruch führte. Andererseits Sonnenschein, viel gute Stimmung und ein perfekt organisierter Wettkampf vor spektakulärer Kulisse. Aus Freiburg nahm eine kleine Gruppe die Reise auf sich: Brita Weinberger und Rob Klebes vom SSV Freiburg, sowie Jens Poppe von Neptun Breisgau, der schon länger mit der Wettkampf-Mannschaft des SSV trainiert und in Zukunft auch für die SG Regio Freiburg starten wird.
Der Freitag begann mit viel Wind und ein paar kurzen Schauern bei 17 Grad Lufttemperatur (Chillfaktor 11 Grad) an Land sehr frisch und im Wasser mit 20 Grad noch angenehm. Der Wind und die Strömung wirkten sich nachteilig auf die (längste) Teilstrecke zwischen erster und zweiter Boje aus. Wer hier nicht aufpasste, wurde abgetrieben und schwamm zusätzliche Meter. Geschwommen wurde erstmalig über die neu eingeführte Strecke über 1,25km. Jens Poppe wurde in der AK 45 mit 15:57,38 Dritter, Rob Klebes mit 21:37,61 sechster in der AK 50.
Über Nacht regnete es bei sehr starkem Wind, so dass am Samstag die Temperaturen deutlich kühler waren. Das Wasser hatte gerade noch 18,1 Grad. Aufgrund einer Regeländerung war es den Masters nun freigestellt, mit Neopren-Anzügen zu schwimmen. Viele nutzten diese Freigabe, einige hatten aber gar keinen Neopren-Anzug dabei und schwammen in Textil gegen die Neo-Konkurrenz an. Zur Freiburger Gruppe hatte sich inzwischen noch der Masters-Kollege Lars Kellermann von der SG Badenweiler-Neuenburg gesellt. Auf dem Programm stand die Entscheidung über 2,5km. Trotz starker Strömung und unruhigem Wasser fand der erste Lauf der Männer noch ohne Beeinträchtigung statt. Beim zweiten Männer-Lauf wurde das Wasser immer unruhiger, in der zweiten Runde wurde es regelrecht stürmisch. Der Wind blies an Land viele Zelte und Aufbauten weg, im Wasser wurde die Wellen immer höher, selbst die Boje zur Orientierung wurden aus der Verankerung gerissen, was zum Abbruch durch die Wettkampf-Leitung führte. Von 41 Startern kamen gerade mal 22 Schwimmer ins Ziel, der Rest wurde von der DLRG aus dem Wasser evakuiert. 30 Minuten später hatte sich das Wetter beruhigt, der Wind lies deutlich nach, das Wasser war wieder ruhiger und die Sonne strahlte, so dass die Frauenläufe ohne Probleme durchgeführt werden konnten. Am Ende des Tages standen auf dem Podium: Brita Weinberger (Gold in der AK 40mit 37:59,51) und Lars Kellerman (Silber in der AK 50 mit 34:30,14). Jens Poppe verpasste in der stark besetzten AK 45 mit 33:08,89 das Podium als Vierter denkbar knapp, war dafür der schnellste im Textil-Anzug. Rob Klebes war vom Rennabbruch betroffen und kam mit dem DLRG Boot ins Ziel 😊.
Am Sonntag wurden bei freundlicheren äußeren Bedingungen, aber nach wie vor frischem Wasser (18,5 Grad), die Wettkämpfe über die 5km ohne Störungen ausgetragen. Brita Weinberger schwamm in der AK 45 mit 1:14:02,25 zu Silber. Jens Poppe wurde in der AK 45 mit 01:07:06,70 ohne Neopren-Anzug starker Dritter. Lars Kellerman gewann – ebenfalls ohne Neopren-Anzug – die AK 50 mit 1:08:42,48. Rob Klebes kämpfte sich mit Wadenkrämpfen geplagt, in der AK 50 mit 1:36:45,64 auf den siebten Platz.
Trotz mancher Turbulenzen und nicht immer einfachen Bedingungen, bleibt die Erinnerung an ein schönes Wochenende mit einem wunderbar organisierten Wettkampf.